Cannabis ETF 2021 – Prognosen für den Cannabis Markt

Cannabis ETF - Hauptbild - Sonne Mit einem Cannabis ETF (Exchange Traded Funds) können Anleger in Aktien von Unternehmen investieren, welche Marihuana und verwandte Produkte anbauen, vertreiben und verkaufen.

Zu den Produkten von Cannabis Unternehmen gehören neben den eigentlichen rausch erzeugenden Blüten auch Öle, Samen, Lebensmittel und mehr. Cannabis ist zwar weiterhin in vielen Teilen der Welt immer noch als illegale Substanz verboten, gewinnt aber sowohl für medizinische Zwecke als auch für Erholungszwecke zunehmend an Akzeptanz.

Die Unterstützung für eine Legalisierung nimmt zu und macht Cannabis bereits heute zu einer milliardenschweren Industrie. Cannabis ETFs sind eine einfache Möglichkeit für Anleger, sich mit einem diversifizierten Portfolio von Marihuana Aktien in der Industrie zu engagieren und von der stark wachsenden Branche zu profitieren.

Wenn Sie einen Cannabis ETF kaufen möchten, dann haben Sie dafür einige Möglichkeiten zur Auswahl. Wahrscheinlich werden über die nächsten Jahre noch weitere neue Marihuana ETFs hinzukommen, sodass diese Auswahl weiter stetig.

Cannabis ETFs – Alles was Sie wissen sollten

Cannabis ETF - CBD OilWie Sie bereits wissen, ist ETF die Abkürzung für „Exchange Traded Funds“. Wenn Sie in einen ETF investieren, werden Ihre Gelder mit den Geldern anderer Anleger kombiniert, um damit einen diversifizierten Aktienkorb zu kaufen. Dieser Aktienkorb kann ein bestimmtes Ziel verfolgen oder aber aus einer sehr breiten Auswahl von Aktien bestehen.

Cannabis ETFs funktionieren also im Wesentlichen genauso wie herkömmliche ETFs. Das heißt, ein Marihuana ETF ist ein Fonds, welcher in Aktien von Unternehmen im Zusammenhang mit der legalen Cannabisindustrie investiert. Genau wie ein Videospiel ETF sich auf Videospielunternehmen konzentriert oder ein Energie ETF ein Index von Energie Aktien nachverfolgt.

Wenn Sie in Cannabis ETF investieren, verteilt sich Ihr Risiko auf mehrere Unternehmen und Segmente der Branche, anstatt es auf eine einzelne Aktie zu konzentrieren. Diese Strategie, welche auch als Diversifikation bezeichnet wird, ist eine bewährte Methode für jede Art von Investition. Sie ist jedoch besonders wichtig in einem Sektor, der so neu und volatil ist wie die Cannabisindustrie.

So mussten Cannabis ETFs in der Vergangenheit immer wieder Rückschläge hinnehmen. Besonders die Regulierung ist ein wichtiges Anliegen, da viele Banken lange zögerten, ETFs zu unterstützen, welche Unternehmen in einem Geschäft verfolgen, das nicht überall legal ist.

Verwirrende Cannabis Begriffe

Eine der Schwierigkeiten beim Verständnis der Cannabis Industrie ist der Jargon. Glücklicherweise ist es nicht allzu kompliziert, wenn Sie einige wichtige Begriffe in den Griff bekommen.

Marihuana und Cannabis

Übrigens lassen Sie sich nicht von den Begriffen Cannabis oder Marihuana verwirren. Cannabis ist der wissenschaftliche Name der Pflanze, welche viele Menschen als Marihuana bezeichnen. Cannabis ETF und Marihuana ETF bedeutet also dasselbe.

CBD gegen THC

Cannabis besteht aus fast 500 chemischen Bestandteilen, darunter viele Dutzend Cannabinoide (Substanzen, die auf die Cannabinoidrezeptoren des Körpers wirken). Die beiden kommerziell relevantesten dieser Cannabinoide sind Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Nur THC ist psychoaktiv (also, nur THC macht Sie „high“).

Hanf

Hanf ist eine Sorte einer Cannabisart mit relativ niedrigem THC-Gehalt und relativ hohem CBD-Gehalt. Es hat viele industrielle Anwendungen wie die Bereitstellung von Fasern zur Herstellung von Seilen und Kleidung.

Cannabis Produkte auf dem Vormarsch

Die Cannabisindustrie wird sich laut Analysten in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich verdreifachen und viele Investoren wollen davon profitieren. Da immer mehr Länder Cannabis und / oder seine Bestandteile entkriminalisieren oder legalisieren, bieten sich neuen Unternehmern und bestehenden Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten. Aber wie in jeder aufstrebenden Branche gibt es auch hier viele Risiken.

Während Cannabis einst ein illegales Nischenprodukt war, hat sich legaler Cannabis heute zu einer schnell wachsenden globalen Industrie entwickelt. Tatsächlich gibt es deutlich mehr Cannabis Sektoren, als den meisten Anlegern bewusst ist – von der Getränkeherstellung bis zum Hausbau.

Cannabis in der Medizin

Cannabis in der Medizin

Cannabis in der MedizinMedizinisches Cannabis ist heute bereits in den meisten US-Bundesstaaten und auch in vielen Teilen Europas legal und revolutioniert die Art und Weise, wie verschiedene Krankheiten weltweit behandelt werden.

Legalisiertes medizinisches Marihuana ist inzwischen in 33 amerikanischen Staaten erhältlich und hilft besonders dabei, die Opioidbehandlung chronischer Schmerzen zu ersetzen. In einer medizinischen Marihuana-Studie gaben 80 % der Konsumenten an, dass das Medikament zur Linderung chronischer Schmerzen beiträgt.

Forscher untersuchen zunehmend Chemikalien in Cannabis, die sogenannten Cannabinoide, um neue medizinische Anwendungen zu entdecken. Einige der bekanntesten Cannabinoide sind heute Tetrahydrocannabinol (THC), Cannabinol (CBN) und Cannabidiol (CBD). Insbesondere CBD hat die Aufmerksamkeit mehrerer Forscher auf sich gezogen, von denen viele die Auswirkungen auf Epilepsie, neuropsychiatrische Erkrankungen, Krebs, Angstzustände und andere Erkrankungen untersuchen.

In der Cannabis Pflanze wurden inzwischen über 100 Cannabinoide gefunden, und im weiteren Verlauf der Forschung könnten medizinische Anwendungen weit verbreitet sein.

Cannabis in der Pharmaindustrie

Cannabis in der Pharmaindustrie

Cannabis in der PharmaindustrieMit dem Zustrom von medizinischen Marihuana-Rezepten dürfte auch die Pharmaindustrie einen großen Erfolg haben. Laut einer Studie der University of Georgia liegt der Wert der Cannabis Pharmaindustrie bereits jetzt bei fast 4 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Cannabis findet zunehmend Anwendung bei der Behandlung von Schmerzen, Angstzuständen, Schlafstörungen und anderen Erkrankungen wie fibrotischen Problemen und neuropathischen Schmerzen.

Infolgedessen versuchen viele Pharmaunternehmen, Cannabis in ihre Behandlungen einzubeziehen. Ein bekanntes Beispiel ist GW Pharmaceutical, ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung von Arzneimitteln auf Cannabinoidbasis. Dieses Unternehmen schrieb Geschichte, als es die FDA-Zulassung für sein verschreibungspflichtiges Medikament auf Marihuana-Basis namens Epidiolex erhielt.

Cannabis in der Wellnessindustrie

Cannabis in der Wellnessindustrie

Cannabis in WellnessAuch Cannabisanwendungen im Wellness- und Schönheitssektor nehmen rasant zu. Insbesondere CBD-Öl zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. CBD Öl ist nicht psychoaktiv (es, macht Sie also nicht „high“) und Befürworter behaupten, es könne Schmerzen, Angstzustände und Depressionen lindern. Es besitzt auch entzündungshemmende und Anti-Akne-Eigenschaften.

Eine mögliche Wellness-Anwendung von CBD-Öl liegt auch im Sport. Einige Wissenschaftler behaupten, CBD-Öl könne Entzündungen nach dem Training reduzieren und das Muskelwachstum fördern.

Inzwischen findet Cannabis sogar seinen Weg in Beauty & Make-up, einschließlich Mascara, Gesichtscremes und Lippenbalsam. Lord Jones stellt eine beliebte Körperlotion gegen Muskelkater, Gelenkschmerzen und Hauterkrankungen her.

CBD-Öl hat bereits einige hochkarätige Unterstützer: Olivia Wild sagte kürzlich, dass sie es verwendet habe, um körperliche Schmerzen während eines Broadway-Laufs zu lindern. Berichten zufolge hat Melissa McCarthy ihre Füße mit CBD-Öl eingerieben, bevor sie bei den Oscars 2019 mit ihrer berühmten Geschenktüte voller CBD-Produkte auf die Bühne trat. Dank der zunehmenden Legalisierung wird Cannabis immer offener in Konsumgüter integriert – insbesondere in Produkte, die sich auf Wellness und Schönheit konzentrieren.

Cannabis in der Landwirtschaft

Cannabis in der Landwirtschaft

Cannabis in der LandwirtschaftHanf ist eine Sorte von Cannabispflanzen (genau wie Marihuana), welche für ihren niedrigen THC-Gehalt bekannt ist. Hanf benötigt halb so viel Land wie Baumwolle, um eine Tonne fertiges Textil zu produzieren. In Folge dessen verändert sich die Landschaft der Agrarindustrie aktuell rasant – insbesondere jetzt, da der US-Kongress den Anbau, die Verarbeitung und den Verkauf von Industriehanf durch die Verabschiedung des Farm Bill 2018 legalisiert hat. Diese Entwicklung hat auch erhebliche Auswirkungen auf den aus Hanf gewonnenen CBD-Markt, der laut Brightfield Group bis 2022 voraussichtlich 22 Milliarden US-Dollar erreichen soll.

Hanf eignet sich sowohl für leichte Materialien wie Kleidung als auch für gewerbliche Industriezwecke in Form von Seilen und Kabeln. Im Gegensatz zu Baumwolle behält Hanf seine Stärke im nassen Zustand und besitzt dabei sogar antibakterielle Eigenschaften.

Während CBD-Ölprodukte derzeit der größte Markt für Hanfproduzenten in den USA sind, können mehr als 25.000 andere Produkte aus Hanf hergestellt werden, darunter Lebensmittel, Stoffe, Baumaterialien und sogar Ethanol und Biodiesel.

Darüber hinaus kann Hanf möglicherweise zum Wasserschutz beitragen, da er laut der National Hemp Association „zu einer der dürretolerantesten Pflanzen der Welt zählt“.

Cannabis als Lebensmittel

Cannabis als Lebensmittel

Cannabis LebensmittelAuch in der Lebensmittelindustrie sind Cannabis Produkte auf dem Vormarsch. Verbraucher in Kalifornien kauften 2016 mit Cannabis infundierte Lebensmittel und Getränke im Wert von 180 Millionen US-Dollar, was 10 % des gesamten Marihuana-Umsatzes des Bundesstaates entspricht.

Dieser Prozentsatz stieg laut Green Market Report im Februar 2018 auf 18 %. Mit Cannabis induziertes Essen ist mittlerweile auch ein wichtiger kulinarischer Trend. Laut einer aktuellen Umfrage der National Restaurant Association und der American Culinary Federation wählten 3 von 4 Köchen CBD- und Cannabis-induzierte Lebensmittel als den heißesten Trend für 2019.

Der Markt für Cannabislebensmittel wächst aber nicht nur in Kalifornien. Im US-Bundesstaat Washington, wo Marihuana bereits für den Freizeitgebrauch legal ist, stieg der Umsatz mit Cannabis Lebensmitteln im Jahr 2016 um 121 %. Seit Colorado erstmals die Verwendung von Marihuana für den Freizeitgebrauch zuließ, verdreifachte sich der Umsatz von 17 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2014 auf 53 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2016.

Auch der Markt für alkoholfreie Getränke mit Cannabis steigt immer mehr. Inzwischen gibt es bereits eine Reihe von verschiedenen Cannabis Getränken, egal ob Säfte, Wasser, Kaffee, Tee oder Kombucha. Insbesondere CBD-Getränke werden dabei als teure Gesundheitsgetränke vermarktet. Laut Canaccord Genuity wird der Markt für mit Marihuana induzierte Getränke allein in den USA bis 2022 auf 600 Millionen US-Dollar geschätzt.

Cannabis für Haustiere

Cannabis für Haustiere

Cannabis für HaustiereInzwischen nutzen auch immer Unternehmen den Cannabis-Wellness-Trend und vermarkten Cannabisprodukte für Haustiere. Zu den „Pot for Pets“ -Produkten, von denen die meisten nur sehr geringe Dosen CBD anstelle der psychoaktiven Verbindung THC enthalten, gehören Hanföl, Kauartikel, Leckereien und Cremes zur Behandlung häufiger Beschwerden bei Haustieren wie Arthritis, Angstzuständen, Krampfanfällen und Schmerzen.

Während medizinisches Marihuana in mehr als der Hälfte der USA legal ist, wird in den meisten Gesetzen, die verabschiedet wurden, die Verwendung von Veterinärmedizin nicht ausdrücklich erwähnt, was bedeutet, dass die möglichen rechtlichen Konsequenzen für Tierärzte, die medizinisches Marihuana verschreiben möchten, derzeit noch unklar sind.

Im Januar 2019 war Kalifornien der erste US-Bundesstaat, der es Tierärzten erlaubte, die Cannabisbehandlung mit ihren Kunden zu besprechen, obwohl die Gesetzgebung die tatsächliche Abgabe von Cannabisprodukten nicht zulässt. Diese Entwicklung könnte auf lukrative Möglichkeiten im Zusammenhang mit Cannabis auf dem Markt für Heimtierprodukte hindeuten, die nach Angaben der American Pet Products Association einen geschätzten Wert von rund 72 Milliarden US-Dollar haben.

In der Zwischenzeit werden einige Hundebesitzer offenbar nicht davon abgehalten, Cannabisprodukte für ihre Haustiere zu kaufen. Fast 80 % der Befragten einer Online-Umfrage der Colorado State University gaben an, Hanf- oder Marihuana-Produkte für ihre Hunde gekauft zu haben. Viele Firmen, die hausgemachte CBD-Lebensmittel für Menschen herstellen, haben diese Gelegenheit erkannt und vermarkten ähnliche Produkte auch für Haustiere.

Cannabis in der Modeindustrie

Cannabis in der Modeindustrie

Cannabis KleidungVerbraucher sind laut Umfragen und Analysen bereit 20 % mehr für umweltfreundliche Produkte auszugeben. Daher setzen inzwischen viele große Einzelhändler und Nischenmodemarken auf Hanf, um ihren Gewinn zu steigern.

Während Hanf oft Punkte für seine Haltbarkeit und sein schnelles Wachstum ohne übermäßigen Einsatz von Wasser und Pestiziden erzielt, färbt er nicht so gut wie Baumwolle, und nicht jeder schätzt sein leinenartiges und manchmal kratzendes Gefühl.

Trotzdem führen immer mehr Hersteller neue Textilien auf Hanfbasis ein, welche wie Denim oder Wolle aussehen. Ein bekanntes Unternehmen, welches auf Hanfkleidung setzt, ist zum Beispiel die Outdoor-Marke Patagonia. Sogar die Denim-Marke Levi hat kürzlich eine vollständig recycelbare Hanfkollektion vorgestellt.

Mit der zunehmenden Legalisierung von Cannabis könnten Modemarken den weitgehend unverkennbaren Raum nutzen, um die allgemeine Akzeptanz von Cannabisprodukten zu erhöhen. Insbesondere prominente Influencer haben die Möglichkeit, eine weniger stigmatisierte Sicht auf Cannabis zu fördern, indem sie Designs auf Hanfbasis tragen und teilen.

Cannabis ETFs in der Übersicht

Cannabis ETFs werden ohne Frage immer beliebter. Dieser Zuwachs an Popularität bei Cannabis Aktien und ETFs spiegelt sich natürlich inzwischen auch in der Anzahl an verfügbaren Cannabis ETFs wieder. Allerdings kann eine so große Auswahl für Anleger schnell unübersichtlich werden.

Wie sollen Sie aber bestimmen, welcher Cannabis ETF der Beste ist? Genau bei dieser Frage möchten wir Ihnen helfen. In der folgenden Übersicht finden Sie die derzeit besten Cannabis ETFs.

Bei dem ETF Vergleich sollten Sie besonders drei Faktoren berücksichtigen: Die TER (Verwaltungsgebühr), das Verwaltete Vermögen und natürlich die Performance des Cannabis ETFs. Leider besitzen Cannabis eine deutlich teurere TER als die meisten anderen ETFs.

Die folgende Tabelle listet die besten Cannabis ETFs sortiert nach ihrer Performance der letzten 3 Monate, wobei das Cannabis ETF mit der besten Performance an oberster Stelle steht.

Symbol ETF Name Verwaltetes Vermögen TER (Verwaltungsgebühr) Performance der letzten 3 Monate
CNBS Amplify Seymour Cannabis ETF 151.78 Millionen US-Dollar 0.75 % 141,20 %
THCX The Cannabis ETF 207,19 Millionen US-Dollar 0.70 % 125,34 %
POTX Global X Cannabis ETF 238,60 Millionen US-Dollar 0.50 % 123,63 %
MJ ETFMG Alternative Harvest ETF 2,07 Milliarden US-Dollar 0.75 % 105,40 %
YOLO AdvisorShares Pure Cannabis ETF 466,20 Millionen US-Dollar 0.75 % 102,98 %
MJO MicroSectors Cannabis 2x Leveraged ETN 27,27 Millionen US-Dollar 0.95 % 101,81 %
HMMJ Horizons Marijuana Life Sciences Index ETF 632,84 Millionen US-Dollar 0.85 % 88,08 %
TOKE Cambria Cannabis ETF 40,41 Millionen US-Dollar 0.42 % 82.46 %
CBDX HANetf The Medical Cannabis and Wellness ETF 55,21 Millionen US-Dollar 0.80 % 55,92 %
FLWG Rize Medical Cannabis and Life Sciences ETF 47,48 Millionen US-Dollar 0.65 % 50,69 %

Wie aus dieser Tabelle ersichtlich, variiert die Rendite von Cannabis ETFs sehr stark. Dies liegt an den verschiedenen Sektoren, in welche die einzelnen ETFs investieren. Neben der Wahl des richtigen ETFs ist aber auch die Wahl eines günstigen Online Broker sehr entscheidend für Ihre Rendite. Wir empfehlen Ihnen, einen günstigen Cannabis ETF Broker wie eToro zu nutzen. Dieser erlaubt Ihnen, kostenlos einen Sparplan für die beliebtesten Marihuana ETFs aufzusetzen.

Die besten Broker für Cannabis ETFs

Cannabis ETFs statt Cannabis Aktien

Cannabis StockEs gibt Hunderte von verschiedenen Cannabis Aktien zur Auswahl, darunter auch viele riskante „Penny“ Aktien (Aktien von Unternehmen mit extrem geringer Marktkapitalisierung). Angesichts des jungen Alters der Branche ist es zu erwarten, dass viele dieser jungen Unternehmen mit der Zeit insolvent gehen und es viele Verlierer geben wird. So ist es schwer vorherzusagen, welche der aktuellen Cannabis Aktien potenzielle Gewinner sind.

Der aktuelle Stand der Branche macht daher eine bereits riskante Strategie – die Auswahl einzelner Aktien – noch riskanter. Auch Marihuana ETFs sind mit einem erheblichen Risiko verbunden, aber Sie werden zumindest Ihr Engagement in der Branche diversifizieren. Wenn ein Unternehmen des Fonds ausfällt, werden diese Verluste im Idealfall durch den Erfolg eines anderen Unternehmens ausgeglichen. Es ist allerdings auch wahr, dass Sie so die himmelhohen Renditen einer einzelnen Breakout-Aktie verpassen könnten. Aber eine Investition in Cannabis ETFs könnte Ihnen helfen, die erheblichen Verluste zu vermeiden, die Anleger in einer so unbewiesenen Branche wahrscheinlich sehen werden.

Ja oder Nein - Fazit - Entscheidung - WaageAußerdem ist die Cannabisindustrie in den USA derzeit in einer Grauzone tätig und viele Marihuana-Unternehmen haben aufgrund der rechtlichen Herausforderungen in der Branche mit Grundbedürfnissen wie Bank- und Zahlungsabwicklung zu kämpfen. Dies fügt einer bereits riskanten Branche weitere Risiken und Herausforderungen hinzu.

Auch International ist der Cannabismarkt ähnlich wie in den USA, wobei einige Länder Cannabis bereits legalisiert haben und wieder andere nur bestimmte Aspekte der Branche wie CBD oder Hanf zulassen. Zum Beispiel ist Cannabis in Kanada sowohl für den Freizeitgebrauch als auch für den medizinischen Gebrauch legal, aber streng reguliert.

Das beste Beispiel dafür, wie riskant einzelne Cannabis Aktien sein können ist Aurora Cannabis. Es wurde allgemein erwartet, dass Aurora weltweit führend in der legalen Cannabis Produkt ist und das Unternehmen galt als das größte und vielversprechendste Cannabis Unternehmen.

Cannabis Farm Aurora war neben Kanada bereits in zwei Dutzend weiteren Ländern in den Bereichen Produktion, Export und klinischer Forschung präsent. Diese internationale Präsenz wurde als wesentlicher Differenzierungsfaktor für Aurora angesehen, der es voraussichtlich vor Versorgungsproblemen in Kanada schützen sollte.

Schnell war Aurora jedoch nur noch eine Hülle seines früheren Selbst. Das Unternehmen musste den Bau von zwei seiner größten Projekte (Aurora Nordic 2 in Dänemark und Aurora Sun in Alberta) einstellen und sein 1 Million Quadratmeter großes Exeter-Gewächshaus verkaufen.

All dies drückte den Aktienkurs von Aurora gegenüber dem Hoch von Mitte März 2019 um mehr als 90 % und veranlassten das Management, einen 1: 12-Reverse-Split zu erklären, welcher am 11. Mai 2020 durchgeführt wurde. Historisch gesehen tendiert die überwiegende Mehrheit der Unternehmen, die einen Reverse Split durchführen, dazu, dass ihre Aktienkurse noch stärker fallen.

Die größten Cannabis Aktien

Vorletztes Jahr sollten sich die Marihuana Aktien an der Wall Street bewähren, indem sie ein beträchtliches Umsatzwachstum in Gewinne für Ihre Anleger umwandelten. Leider hat es für diese Unternehmen und ihre Investoren nicht wie geplant geklappt. Versorgungsprobleme in ganz Kanada und hohe Steuersätze in einer Reihe legalisierter US-Bundesstaaten führten zu größeren Problem im Cannabis Sektor.

Zu einem Zeitpunkt im Jahr 2019 war ein Marktwert von mehr als 40 Milliarden US-Dollar von den Höchstständen der Branche verschwunden. Ende 2020 und mit den Wahlen des US-Präsident kam dann plötzlich neues Leben in den Sektor.

Wenn Sie unsere Warnungen also nicht beherzigen wollen und statt in einen Cannabis ETF, lieber in einzelne Cannabis Aktien investieren möchten, stellen wir Ihn nun kurz die besten und größten Cannabis Aktien vor:

Die Canopy Growth Aktie

Canopy Growth LogoWie schon seit Jahren ist der kanadische Lizenzproduzent Canopy Growth das größte Cannabis Unternehmen der Welt und das, obwohl er aktuellen seinen Large-Cap-Status verloren hat. Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 2013 in Kanada unter dem Namen „Tweed Marijuana Inc.“ gegründet.

Der riesige Geldhaufen von Canopy war dank mehrerer direkter und indirekter Beteiligungen des Spirituosenriesen Constellation Brands in erster Linie für die Steigerung der Unternehmensbewertung verantwortlich.

Besonders auf operativer Basis hat der ehemalige CFO von Constellation und jetzt CEO von Canopy, David Klein, Überstunden geleistet, um die Kosten des Unternehmens zu senken. Obwohl die Branche in Bezug auf die Marktkapitalisierung führend ist, bleibt weiterhin noch viel zu tun, um dieses Unternehmen in die Nähe einer wiederkehrenden Rentabilität zu bringen.

Inzwischen ist das Unternehmen in vielen Ländern aktiv, darunter Dänemark, Jamaica, Brasilien, Deutschland und Chile.


 Die Aurora Cannabis Aktie

Aurora Cannabis LogoAurora Cannabis kennen Sie ja bereits durch unsere Warnung zu einzelnen Cannabis Aktien. Bei Aurora Cannabis handelt es sich ebenfalls um einen der größten Marihuana Produzenten der Welt. Das ebenfalls in Kanada ansässige Unternehmen hat derzeit ein Produktionsvermögen von mehr als 500.000 Tonnen Marihuana pro Jahr und ist in insgesamt 18 verschiedenen Länder aktiv.

Nach Canopy Growth handelt es sich bei Aurora Cannabis derzeit um das zweitgrößte Cannabis Unternehmen der Welt (gemessen nach Marktkapitalisierung). Aurora Cannabis wurde bereits 2006 gegründet und hat verfügt über mehr als 1500 Angestellte.

Zunächst hatte sich die Aktie von Aurora Cannabis hervorragend entwickelt. Im Jahr 2016 stand die Aktie bei unter 1 Kanadischen Dollar, wogegen im Oktober 2018 die Aktie einen Wert von mehr als 13 Kanadische Dollar erreicht hat. Nach diesen Erfolgen folgte allerdings im Verlauf des Jahres 2018 ein starker Wertverlust. Seit Ende 2020 ist allerdings wieder eine deutliche Erholung bei Aurora Cannabis sichtbar.

Das Unternehmen Aurora Cannabis ist besonders dafür bekannt, dass es bereits zahlreiche andere Unternehmen der Cannabis Industrie aufgekauft hat. So erwarb das Unternehmen unter anderem sogar den größten deutschen Lieferanten von Cannabis: Die Pedanios GmbH. Weitere Akquisen des Unternehmens waren Canvas RX, BC Northern Lights und das vielversprechende Unternehmen H2 Biopharma.


Die größten Cannabis ETFs

Seit dem neuen Jahr ticken wieder viele der größeren Marihuana Aktien nach oben. Die neue Regierung in den USA diskutiert über die Möglichkeit einer föderalen Legalisierung. Ob sich die Biden-Administration dafür entscheidet, bleibt abzuwarten.

Der geschätzte Umsatz mit medizinischem Marihuana belief sich in 2020 auf 7 Milliarden US-Dollar. Innerhalb weniger Jahre wird der Verbrauch von medizinischem Marihuana und Freizeitmarihuana voraussichtlich bei fast 40 Milliarden US-Dollar liegen. Ein solches Wachstum ist schwer zu ignorieren. Und es ist höchste Zeit, dass Anleger davon Notiz nehmen.

Die große Frage ist, welches Unternehmen (oder welche Unternehmen) ausbrechen wird. Wird es eine Rivalität vom Typ Cola gegen Pepsi geben? Oder wird es eher wie in der Automobilindustrie aussehen und mehrere Unternehmen werden zu bekannten Namen werden? Wird es ein „Tesla der Cannabis Industrie“ geben?

Das Wetten auf einzelne Aktien ist immer ein Glücksspiel. Hier kommt der Nutzen von Marihuana ETFs ins Spiel. Sie übernehmen die Diversifizierung für Sie. Schauen wir uns also auch die zwei größten Cannabis ETFs einmal genauer an:

MJ – Alternative Harvest ETF

MJ Alternative Harvest ETF LogoMJ war der erste auf Cannabis ausgerichtete ETF, welcher in den USA angeboten wurde. Der Fonds bildet einen Index von Aktien auf der ganzen Welt ab, welche sich mit dem legalen Anbau, der Produktion, dem Marketing oder dem Vertrieb von Cannabisprodukten für medizinische oder nicht medizinische Zwecke befassen.

Der Index identifiziert Unternehmen, die mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit Aktivitäten im Zusammenhang mit Cannabis erzielen. MJ hält auch Aktien von Unternehmen, die Tabakprodukte, Düngemittel, pflanzliche Lebensmittel, Pestizide, Geräte für Cannabis oder Tabak handeln oder produzieren.

Der Fonds umfasste aufgrund seines Verbots auf Bundesebene zunächst keine US-Unternehmen, wurde inzwischen jedoch nach neuen Rechtsvorschriften geändert. Da Marihuana nach US-Bundesrecht allerdings immer noch illegal ist, werden die Bestände des Fonds weiterhin von kanadischen Cannabisunternehmen dominiert.

Wie bei anderen Cannabis-ETFs konzentrieren sich die Bestände von MJ größtenteils auf wenig gehandelte Small-Cap-Aktien, was Fragen aufwirft, ob die zugrunde liegenden Aktien über genügend Liquidität verfügen, um die Zuflüsse der Anleger zu absorbieren, ohne die Preise zu verzerren. Der Index wird vierteljährlich neu erstellt und ausgeglichen.

Vor dem 26. Dezember 2017 hieß der Fonds Tierra XP Latin America Real Estate ETF und bildete mit dem Ticker LARE einen Index ab, der sich auf lateinamerikanische Immobilienunternehmen konzentrierte. Vor dem 9. Februar 2018 wurde der Fonds unter dem Ticker MJX gehandelt.

Währung US-Dollar
Gründungsdatum 03. Dezember 2015
Jährliche Dividende 2,73 % p.a.
Aussteller Tierra Funds
Jährliche Dividende 3,04 %
Die 3 größten Vermögenswerte des ETF
  • GW Pharmaceuticals PLC Sponsored ADR (9,95 %)
  • Aphria Inc (9,65 %)
  • Tilray, Inc. (6,88 %)
Benchmark Index  Prime Alternative Harvest Index
TER 0.75 %

MSOS – AdvisorShares Pure US Cannabis ETF

MJ Alternative Harvest ETF LogoMSOS ist der bisher einzige US-börsennotierte Cannabis, welcher sich ausschließlich auf US-Cannabis Unternehmen konzentriert.

Der AdvisorShares Pure US Cannabis ETF bietet damit eine Exposition in US-Cannabis Unternehmen. Laut MSOS, ist der US-amerikanische Cannabismarkt trotz aktueller begrenzter rechtlicher Verfügbarkeit, der bereits größte Cannabismarkt der Welt.

MSOS bestrebt, die Wachstumschancen des US-Cannabismarkt zu nutzen. Die Wertpapiere umfassen mehrere Branchen, darunter Landwirtschaft, Biotechnologie, Pharmazie, Immobilien, Einzelhandel, Finanzen und andere medizinische Anwendungen.

Die Besonderheit des MSOS ETF ist, dass es sich um ein aktive gemanagten ETF handelt. Dies kann von Vorteil sein, da sich der Cannabismarkt schnell entwickelt. Darüber hinaus können Cannabis Wertpapiere raschen Veränderungen unterliegen. Durch tägliches, aktives Management kann der Portfoliomanager von MSO das Portfolio schneller und opportunistischer anpassen als eine passive indexbasierte Strategie, die auf eine regelmäßige Neuausrichtung warten muss.

Währung US-Dollar
Gründungsdatum 01. September 2020
Jährliche Dividende Bisher ist noch keine Dividendenausschüttung erfolgt
Aussteller Advisor Shares
Jährliche Dividende 3,04 %
Die 3 größten Vermögenswerte des ETF
  • Curaleaf Holdings Inc (10,21 %)
  • Trulieve Cannabis (10,11 %)
  • Green Thumb Industries (10,10 %)
Benchmark Index  Aktiv verwaltet
TER 0.74 %

Vor- und Nachteil von Cannabis ETFs

Geld durch passives EinkommenFür die meisten Anleger bleibt die größte Frage zu Cannabis ETFs, ob sie die Zeit und die Mühe wert sind oder nicht. Zu diesem Zeitpunkt ist dies schwer zu sagen. Trotz einer starken Performance in einigen Fällen stehen Marihuana ETFs vor einer schwierigen und ungewissen Zukunft.

Da sich viele Banken weiterhin weigern, die Risiken einzugehen, welche mit der Unterstützung eines Cannabis ETF verbunden sind, werden sich viele Cannabis ETFs einer schweren Zukunft gegenüber sehen. Deshalb wollen wir die Vorteile und Nachteile eines Cannabis ETF kurz genauer untersuchen.

Vorteile von einem Cannabis ETF

  • Optimistische Stimmung: Obwohl die Cannabisindustrie in den letzten Jahren einige Rückschläge erlitten hat, ist die allgemeine Stimmung derzeit sehr optimistisch. Besonders die letzte US-Wahl hat zu dieser positiven Stimmung beigetragen und viele Anleger glauben, dass Cannabis ETFs ein guter Weg sind, um sich in diesem Sektor zu engagieren, ohne einzelne Aktien auswählen zu müssen.
  • Schutz vor Volatilität: Auch wenn die Cannabisindustrie sehr volatil ist, ETFs bieten einen gewissen Schutz vor dieser Volatilität. Aktien der Branche sind dafür bekannt, starke Höhen und Tiefen zu verzeichnen, und Investitionen in Cannabis-ETFs bieten Interessenten die Möglichkeit, in den Sektor einzusteigen, während sie ein breites Engagement und hoffentlich ein geringeres Risiko genießen. Bleibt zum Beispiel Marihuana in den USA bundesweit illegal, dann werden einzelne US-Cannabis Aktien darunter sehr stark leiden. Anleger, welche in ein Cannabis ETF investiert haben, welcher sowohl aus amerikanischen als auch kanadischen Unternehmen besteht, können so ihr Risiko minimieren.
  • Hohe Wachstumschancen: Der vielleicht beste Grund für die Investition in Marihuana-ETFs ist wohl die Tatsache, dass sie einen sehr lukrativen Markt bieten. Obwohl die Schätzungen der Wall Street erheblich variieren, besteht allgemeiner Konsens darüber, dass allein die USA bis 2030 ein Drittel bis die Hälfte aller Marihuana-Verkäufe ausmachen werden. Das könnte zu einem jährlicher Umsatz von 100 Milliarden US-Dollar allein in den USA führen.
  • Bereits kleine Beträge reichen aus: Ein großer Vorteil eines Investments in ein Cannabis ETF ist, dass Sie auch mit kleinen Summen ein langfristiges Kapital aufbauen können. Hierfür sind Cannabis ETF Sparpläne besonders geeignet. Hier profitieren Sie nämlich durch den sogenannten Durchschnittskosteneffekt. Sie kaufen ab und zu bei einem hohen Preis, investieren gleichzeitig aber auch bei günstigen Preisen. Dadurch ergibt sich über die Zeit ein günstiger Durchschnittspreis.

Nachteile von einem Cannabis ETF

  • Legalisierung: Während der Konsum und Besitz von Marihuana in einigen Ländern und US Bundesstaaten legal ist, ist es in den Augen viele anderer Länder sowie der US-Bundesregierung immer noch illegal. In den USA steht Marihuana sogar auf der Medikamentenliste 1. Dies setzt Cannabis in die gleiche Kategorie wie Heroin, Ecstasy und LSD. Bevor die USA und andere Länder sich also nicht für die vollständige Legalisierung von Cannabis einsetzen, werden Cannabis ETFs nur einen kleinen Markt erobern können.
    Finanzierungsprobleme: Besonders die ersten Apotheken und Marihuana Unternehmen hatten teilweise große Schwierigkeiten, traditionelle Finanzierungs- und Bankdienstleistungen zu finden. Allerdings wird dieses Problem immer kleiner. So hat das Repräsentantenhaus in den USA im Jahr 2019 den „House of Secure and Fair Enforcement Banking Act “ verabschiedet. Dies kann dazu beitragen, Verwahrstellen zu schützen, die Finanzdienstleistungen für Marihuana-Unternehmen erbringen. Bisher sind viele dieser Entwicklungen allerdings noch nicht konkret. Sie deuten zwar darauf hin, dass eine für die Marihuana-Industrie günstige Gesetzgebung bevorstehen könnte, aber bisher gibt es noch anhaltende Unsicherheiten.
  • Volatilität: Seit seiner Einführung des US-Marihuana-Index im Jahr 2015 haben die führenden Cannabis Aktien sowohl glorreiche Zeiten als auch sehr harte Niederlagen erlebt. So lag das 52-Wochen-Hoch des Index bei 105,19; Das 52-Wochen-Tief dagegen bei 19,91. Wenn Sie ein neuer Investor sind oder nach Vorhersehbarkeit suchen, gibt es andere Indexfonds und ETFs, die besser für Sie geeignet sind. Wenn Sie jedoch bereit sind, die Volatilität eines unsicheren Marktes im Gegenzug für einen extrem frühen Einstieg zu ertragen – und Ihr Portfolio sich in einem gut diversifizierten, gesunden Zustand befindet -, haben Sie möglicherweise ein Argument für eine Investition in Cannabis ETF.
  • Langfristige Investition: Cannabis ETFs eignen sich am besten als sehr langfristige Investition. Es gibt einfach zu viele Faktoren, welche Cannabis ETFs über kurze Zeiträume beeinflussen. Ich empfehle daher nicht, Geld in Cannabis ETFs  zu stecken, welches Sie in den nächsten fünf Jahren brauchen. Noch längere Zeithorizonte sind besser. Wenn Sie an den Erfolg von Cannabis glauben und dazu bereit sind, ihr Kapital lange zu binden, könnte sich ein Cannabis ETF für Sie auszahlen. Wenn Sie ihr Kapital allerdings nicht langfristig binden wollen, dann sind Sie bei einem Cannabis ETF nicht sehr gut aufgehoben.

Cannabis ETF kaufen – lohnt sich der Einstieg noch?

Sparlänge - Dauer - Geldanlage - IconDie wohl wichtigste Frage für jeden Anleger lautet, ob sich ein Investment lohnt. Inmitten des Aufruhrs der letzten zwölf Monate durch den Coronavirus gab es einige positive Neuigkeiten für die Cannabisindustrie.

Während die COVID-19-Pandemie kein Unternehmen unversehrt ließ, bestätigt die Akzeptanz von Cannabis Apotheken durch die Landesregierungen der USA die Legitimität der Branche, insbesondere die medizinische Seite der Cannabisindustrie.

Außerdem gibt es derzeit große Hoffnungen auf eine bundesweite Legalisierung von Cannabis in den USA. Es gibt derzeit echte Vorteile und eine große Nachfrage nach Legalisierung von Cannabis sowie eine immer größere Dynamik in Richtung Legalisierung auf der ganzen Welt. Das Einzige, was sich wirklich ändern könnte, ist, welche Unternehmen auf lange Sicht erfolgreich bleiben werden. Aus diesen Gründen kann eine Investition in Cannabis ETFs eine kluge Entscheidung sein.

Geld auszahlen ICONMarihuana ETFs bieten Anlegern Vielfalt bei ihren Anlagen und ermöglichen es ihnen, sich an jeder Untergruppe der Branche zu beteiligen. In einigen Fällen bieten Cannabis ETFs Ihnen außerdem Zugang zu anderen Branchen wie der Tabakindustrie, wodurch das Engagement in einem breiteren Spektrum von Märkten erweitert wird.

Außerdem befinden sich viele Cannabis Aktien weiterhin noch auf historischen Tiefstständen, weshalb aktuell ein guter Zeitpunkt für Anleger sein könnte, über einen Cannabis ETF nachzudenken.

Auf der anderen Seite sind Investoren, Banken, Aufsichtsbehörden und andere weiterhin besorgt über die Zukunft von Marihuana ETFs. Derzeit ist es daher schwierig zu sagen, wie die Zukunft von Cannabis ETFs letztendlich aussehen wird.

Insgesamt spricht allerdings viel für ein Cannabis ETF, besonders als langfristig orientiertes Investment. Für langfristig orientierte Anleger, welche in die Zukunft von Cannabis glauben, überwiegen die Vorteile von Cannabis ETFs in einem ansonsten gut diversifizierten Anlageportfolio den Risiken.

Die Top Cannabis ETFs

Wie bereits erwähnt, ist ein Investment in einen Cannabis ETF besonders gut für eine langfristige Anlage geeignet. Es ist natürlich auch wichtig, sich die Performance der erfolgreichsten Cannabis ETFs über einen längeren Zeitraum anzusehen. Dies ermöglicht Ihnen als Anleger zu sehen, welcher Cannabis ETF bisher der Erfolgreichste war.

Dafür haben wir die Rendite der zwei besten Cannabis ETFs miteinander verglichen.

Symbol ETF Name Rendite: YTD  Rendite: 1 Woche Rendite: 1 Monat Rendite: 1 Jahr
CNBS Amplify Seymour Cannabis ETF + 81,95 % – 11,71 % + 33,52 % + 170.29 %
YOLO AdvisorShares Pure Cannabis ETF + 52,59 % – 9,05 % + 19,05 % + 148,14 %

CNBS – Amplify Seymour Cannabis ETF

CNBS investiert mindestens 80 % seines Vermögens in Wertpapiere von Unternehmen, die 50 % oder mehr ihrer Einnahmen aus dem Cannabis- und Hanf Ökosystem erzielen.

CNBS setzt auf das Akronym „PLANT“ (Pflanze)

Purity (Reinheit): 80 % des ETF besteht aus Unternehmen, die 50 % oder mehr ihres Umsatzes aus dem Cannabis- und Hanf-Ökosystem erzielen.
Legal Review (Rechtliche Überprüfung): CNBS hält nur Unternehmen, von denen angenommen wird, dass sie die Gesetze in den jeweiligen Ländern einhalten, in denen sie tätig sind.
Actively managed (Aktiv verwaltet): Das CNBS ETF ist aktiv verwaltet. Dies erlaubt in diesem sich schnell entwickelnden Bereich tägliche Entscheidungen zu treffen, anstatt auf eine vierteljährliche oder monatliche Neuausrichtung des Index zu warten.
No Derivates or Tobacco (Keine Derivate oder Tabakaktien): Im CNBS ETF befindet sich weder Cannabis Derivate noch Tabakaktien.
Tim Seymour: Der Portfoliomanager für CNBS gilt als ein erfahrener Frühphaseninvestor und Experte in der Cannabisindustrie.


YOLO – AdvisorShares Pure Cannabis ETF

Auch bei „YOLO“ handelt es sich um ein aktiv gemanagtes Cannabis ETF. Tatsächlich war das AdvisorShares Pure Cannabis ETF der erste aktiv verwaltete ETF mit einem speziellen Cannabis Investitionsmandat mit Sitz in den USA.

Das AdvisorShares Pure Cannabis ETF strebt einen langfristigen Kapitalzuwachs an, indem er sowohl in amerikanische als auch in ausländische Cannabis Aktien investiert. YOLO geht von einem Starken langfristiges Aufwärtspotenzial im Cannabis Sektor aus.

Der Fonds investiert mindestens 80 % seines Nettovermögens in Wertpapiere von Unternehmen, die mindestens 50 % ihrer Nettoeinnahmen aus dem Marihuana- und Hanfgeschäft erzielen, sowie in Derivate oder andere Instrumente mit ähnlichen wirtschaftlichen Merkmalen wie diese Wertpapiere.

YOLO zählt als eines der eher global diversifizierten Cannabis ETFs. Es investiert derzeit ungefähr 62 % des Vermögens in US-Unternehmen. Die restliche 35 % ige Allokation von YOLO an ausländische Unternehmen gehört hauptsächlich Großbritannien. Damit investiert das AdvisorShares Pure Cannabis ETF, im Gegensatz zu anderen Cannabis ETFs kaum in Aktien aus Kanada.


Gebühren beim Kauf von Cannabis ETFs

Tatsächlich sind die Gebühren von Cannabis ETFs in vielen Fällen relativ teuer. Oft liegt die Gebühr von einem passiv verwalteten ETF bei unter 0,5 Prozent im Jahr. Bei den meisten Cannabis ETFs handelt es sich dagegen um aktiv gemanagte ETFs mit einer Gebühr zwischen 0,5 und 1,0 Prozent.

Wenn Sie also planen, mit geringen Sparraten regelmäßig in ein Cannabis ETF zu investieren, dann sollten Sie sich unbedingt einen günstigen Online Broker suchen, um wenigsten an den Depotgebühren und Ordergebühren zu sparen. Dies könnte einen großen Unterschied bei Ihrer endgültigen Rendite machen. ETF Sparplan Gebühren

Zum Glück gibt es heutzutage eine große Auswahl an günstigen Online Brokern, welche in manchen Fällen sogar überhaupt keine Depotgebühren verlangen. Eine Handvoll Broker verlangt sogar bei regelmäßigen Sparplanraten keine Ordergebühren. Einer dieser Broker ist eToro.

Beispiel für die Gebühren beim Kauf von einem Cannabis ETF:

  • Sie kaufen ein Cannabis ETF im Wert von 1.000€ (Startkapital)
  • Sie halten das Cannabis ETF für ein Jahr
  • Sie gehen davon aus, dass sich der Kurs des Cannabis ETF nicht ändert
  • Alle 30 Tage investieren Sie erneut 50 € in das ETF – Insgesamt 11 mal (Sparrate)

Mit diesen Annahmen setzen sich folgenden Gebühren bei Comdirect, eToro & Libertex zusammen:

Anbieter Comdirect etoro Libertex
Einzahlung kostenlos kostenlos kostenlos
Kaufgebühr 3,90 € 0 % 0,2 %
Haltegebühren kostenlos kostenlos kostenlos
Weitere Käufe 42.90 0 % 0.2 %
Gebühren Total 46.80 €  0 € 3.10 €

Cannabis ETF Fazit: Unsere Bewertung

Check - Haken - Ja - Zustimmen

Wie Sie also sehen, stellen Cannabis ETFs eine sehr interessante Möglichkeit dar, in die relativ riskante Marihuanabranche zu investieren. Durch die Diversifikation in einem ETF verringert sich das unternehmensspezifische Risiko gegenüber den Aktien einzelner Unternehmen sehr stark.

Wie hoch der Preis von Cannabis ETFs noch steigen wird, ist natürlich nur schwer vorherzusagen. Aber wenn Sie davon überzeugt sind, dass sich die Branche in den nächsten Jahren weiter festigt und der Bedarf an Cannabis Produkten weiter zunimmt, dann empfiehlt sich ein Cannabis ETF definitiv!

Wie viel Sie in Hanf ETFs investierten, sollten Sie von Ihrer eigenen Risikobereitschaft und Ihrer Anlagestrategie abhängig machen. So macht es natürlich nur wenig Sinn, dass Sie ihr Portfolio ausschließlich auf Cannabis ETFs aufzubauen.

Das Ziel sollte immer sein, sich möglichst breit zu diversifizieren und Cannabis ETFs im Portfolio einen entsprechenden Raum einzuräumen, aber dabei nicht ausschließlich in diese Unternehmen zu investieren. So stellen Sie sicher, dass auch im Falle eines geringeren als erwarteten Cannabisinteresses das eigene Portfolio weiterhin stark aufgestellt bleibt.

Die Vorteile von Cannabis ETFs in der Übersicht:

  • Gute Chance auf eine langfristige Rendite
  • Risikostreuung eines ETFs verringert das Risiko
  • Noch nicht etablierter Markt mit hohen Wachstumspotenzial

Möchten Sie mit kleinen Summen regelmäßig in einen Cannabis ETF investieren, dann ist es wichtig, dafür einen günstigen Anbieter zu finden, welcher nur möglichst geringe Transaktionsgebühren und Depotgebühren fordert.

Achten Sie bei der Suche nach einem guten Cannabis ETF Broker auch darauf, dass dieser über eine gültige Lizenz verfügt und von einer europäischen Finanzaufsicht reguliert wird. Ein solcher Broker ist eToro.

Die wichtigsten Fragen zu Cannabis – FAQ

Was ist ein Cannabis ETF?

ETF steht für Exchange Traded Fund. Bei einem Cannabis ETF handelt es sich um ein Investmentfonds, welcher vor allem Aktien von Unternehmen beinhaltet, die im Cannabissektor tätig sind. ETFs können genau wie Aktien an der Börse gehandelt werden.

Lieber ein ETF oder ein aktiv verwalteter Aktienfonds?

Normalerweise zeichnet sich ein ETF dadurch aus, dass er günstiger ist. Ein ETF verzichtet auf einen Fondsmanager, wodurch er sich teure Managementgebühren spart. Leider gibt es noch keine verlässlichen Cannabis Indizes und der Markt entwickelt sich derzeit rasant, weshalb die meisten Cannabis ETFs aktiv verwaltet werden.

Welcher Cannabis ETF ist der beste?

Das lässt sich leider nicht wirklich beantworten, da noch nicht mit Sicherheit abzusehen ist, wie sich die verschiedenen Cannabis ETFs künftig entwickeln werden. Trotzdem sollten Sie mit den im Artikel vorgestellten Cannabis ETFs gut beraten sein.

Wo kann ich ein Cannabis ETF kaufen?

Einen Cannabis ETF können Sie nicht bei den Investmentgesellschaften selbst erwerben, sondern Sie müssen ihn direkt über eine Börse erwerben. Einen ETF kaufen und verkaufen Sie also so wie auch Aktien. Wir empfehlen dafür einen günstigen und verlässlichen Broker wie eToro zu nutzen. Bei eToro können Sie verschiedene Cannabis ETFs komplett kostenfrei handeln und auch besparen.

Lohnt sich ein Cannabis ETF Sparplan?

Ein Sparplan ist generell immer die beste Wahl für ein Investment in ein ETF. Egal ob in einen thematischen ETF bei einem Cannabis ETF oder in einen ETF welcher einen großen und bekannten Index wie den S&P 500 verfolgt.

 

Seit 2012 beschäftige ich mich zusammen mit meiner Frau Jana mit dem Vermögensaufbau mit ETFs. Unser Ziel ist es, ein passives Einkommen aufzubauen, von dem wir ab 2040 komfortabel leben können.